Sonntag, 19. April 2009

Auswärts ließ man Punkte - Unentschieden in der Berliner Straße

1:1 (0:0)

TSV Treuenbrietzen II : SV Empor Brandenburg

Am 22. Spieltag musste die Elf von Empor Brandenburg zur Zweiten des TSV Treuenbrietzen. Nach dem Unentschieden gegen Borussia Brandenburg II wollte das Team sich und den mitgereisten Fans beweisen, dass es auch anders geht. Dass dieses Vorhaben nicht einfach werden würde, zeigte die Begegnung der Hinrunde.

Das Spiel vom SV Empor war in den ersten Minuten verhalten, dennoch waren die Gäste die dominierende Mannschaft. Schöne Spielzüge und die Kommunikation von außen verhalfen Empor zu den ersten Chancen. Diese blieben leider ungenutzt. Auch Treuenbrietzen startete einen Angriff, bei dem der Schiedsrichter Detlef Stendel Abseits anzeigte, obwohl der heimische Linienrichter doch gar nicht die Fahne hob. Das Zweikampfverhalten der Gastgeber wurde durch einen Treuenbrietzen-Anhänger gut in Worte gefasst: Benutzt alles, was ihr habt. Gelbe Karten wurden aber nur für Ball wegschlagen verteilt. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Das Trainergespann Friedling / Schöck brauchte in der Kabine nicht soviel sagen, denn das Spiel auf dem Platz funktionierte. Das bewies auch Dennis Taborsky kurz nach Wiederanpfiff. Einige waren mit den Gedanken noch in der Kabine, da startete Empor den ersten Angriff und D. Taborsky traf in die rechte Ecke. Der Jubel war groß.

Die Lautstärke hielt weiterhin an, denn ab dem Zeitpunkt war irgendetwas anders auf dem Platz. Die Zusammenarbeit zwischen Linienrichter und Referee gestaltete sich schwierig, so dass öfter mal beide Mannschaften ratlos rumstanden. Das Motto war: Wer zuerst den Ball hat.... So kam es auch mal vor, dass ein Ball knapp ins Aus ging, aber dann als Vorteil weiter gespielt wurde.

Der Empor-Keeper Sven Bischoff machte seine Arbeit heute gut. Er hielt alles fest, was auf seinen Kasten kam. Diese Szene wiederholte sich desöfteren. In einer Situation kam der Ball auf den Keeper zu, Bischoff hielt ihn fest, wurde dann aber vom Gegenspieler unglücklich am Fuß getroffen. Schiedsricher Stendel pfiff diese Szene zwar nicht ab, erkundigte sich jedoch, ob alles in Ordnung sei. In diesem Moment nahm Tim Mahlow im 16er den Ball in die Hand. Nach allen Regeln wäre das ein Elfmeter für die Gastgeber, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb still.

Die Stimmen am Spielfeldrand wurden lauter und die Erste des TSV, die sich hinter dem Empor-Tor warm machte, verbesserte diese Stimmung nicht wirklich.

In der 37. Minute geschah es dann. Ein Schoss auf das Tor von Sven Bischoff, der hält den Ball fest. Dann ein Foul im 5m Raum. Der Keeper stürzt rückwärts ins Tor, lässt den Ball aber vorher fallen. Der Treuenbrietzener Spieler Weigmann versenkt diesen im Netz der Gäste und ...... der Treffer zählt!

Ärger und Frust machten sich auf der Linie breit, auf dem Feld wuchs der Ehrgeiz unserer Empor-Elf, doch noch den Siegtreffer zu erzielen. In der letzten Viertelstunde kam von außen wieder die Unterstützung der Fans. Es konnten einige Chancen erspielt werden, doch sie blieben allesamt ungenutzt. Die letzte Aktion auf dem Platz gab allen den Rest. Alle befinden sich im Treuenbrietzener Strafraum, der Ball kommt von außen herein und ein Spieler der Heimmannschaft lenkt den Ball mit der Hand auf den Boden und spielt weiter. Klarer Elfmeter für die Gäste, doch Fehlanzeige. Der Schiedsrichter war mit den Gedanken, Augen und Pfeife schon am Mittelpunkt, guckte schon gar nicht mehr auf das Spielgeschehen und pfiff diese Partie ab.

Fazit: Das Zusammenspiel und vor allem der schöne Fußball zeigten auch in dieser Woche, dass Empor eine starke Mannschaft ist. Hätte man anfangs alle Chancen nutzen können, wäre die Leistung des Schiedsrichters nicht spielentscheidend gewesen. Zwei Elfmeter nicht gegeben und an der Linie öfter mal den Überblick verloren. So, wie Empor zur Zeit spielt, ist noch alles möglich, lasst euch nicht entmutigen. Das alles gehört leider mit dazu! Kämpft weiter und erfolgreich!

Hier gibts die Bilder

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Donnerstag, 16. April 2009

Ewig - Berlin, Dresden, Magdeburg

Am vergangenen Dienstag ging es zum dritten und letzten Hallenkonzert von Peter Maffay. Durch die beiden Frauen, die wir vom Dresden-Konzert letzte Woche kannten, bekamen meine Mum und ich Karten für Magdeburg. Im Vorfeld weiterhin durch das T-Shirt gut vorbereitet, kamen wir nach 1 Stunde Fahrt vor der Stadthalle an. Was uns da erwartete, war wirklich noch tiefster DDR-Bau. Von außen sah es aus, wie eine alte Schwimmhalle. Innen war alles aus Holz und die Anordnung der Stühle erinnerte an eine Veranstaltung in der Schulaula.








Wir hatten Karten für die 27 Reihe direkt am Mittelgang, doch wo war diese Reihe?! Beim Ausspähen sag ich nirgends Zettel oder Leuchtstreifen auf dem Boden. Eine andere Sache beunruhigte mich 1 Stunde vor Beginn jedoch viel mehr. Die Absperrung seitlich und in der Mitte ein paar Meter vor der Bühne. Wie sollte ich da denn aus Reihe 27 (letzter Block, zweite Reihe) vor die Bühne kommen? Ich hatte doch nun extra das neue T-Shirt an und nun sollte P. Keller es nicht mal sehen? Aber es wurde noch schlimmer.







Um 20Uhr war es soweit. Peter Maffay kam auf die Bühne und mit ihm stellten sich Securitymänner in den Gang (für jeden Block ein Mann). Na toll, jetzt war also nicht nur die Gummibandabsperrung, sondern auch noch der da. Maffay hieß alle herzlich Willkommen und sagte dann, wie bei allen anderen Konzerten auch: „Ihr müsst nicht sitzen bleiben, aber bitte nicht schon beim ersten Lied die Bühne stürmen.“ Einige Frauen schlichen sich schon nach vorn, wurden durch die Bewacher im Gang jedoch wieder zurückgeschickt. Ich hab mich schon echt gefreut =/. Beim zweiten Song „Der Mensch, auf den du wartest“ stürmten die ersten Fans dann doch nach vorn. Eine Frau wurde vom überforderten Sicherheitsmann festgehalten, während 3 andere vorbei rannten. Erst links an der Bühne angekommen, bemerkte ich, dass die Absperrung in der Mitte wohl schon vorher weggeräumt wurde. Während seitlich die Zuschauer noch „zurückgehalten“ werden konnten, ging es auf der Bühne nun richtig los. Der Vorhang fiel und die Stadthalle wurde hell beleuchtet. In diesem Moment sah Peter Keller auch mein T-Shirt und schien sich darüber zu freuen. Dass ich mich in diesem Augenblick doppelt soviel freute, ist ja klar. Schon jetzt hat sich der „Stress“ über Ostern gelohnt.







Das gesamte Konzert war der Oberhammer. Das letzte Hallenkonzert dieser Tour stand den anderen Städten in Nichts nach. Die Stimmung des Publikums war sogar besser, als in Dresden (08.04.09). Maffay und seine Band machten auf der Bühne Party. Doch es gab auch ruhige Momente und bei „Meine Musik“ wurde der Boden kurzerhand zu Sitzplätze für ca. 100 Leute. Die 56 Konzerte waren der Band schon anzumerken. Auch hinter der Bühne war man schon auf „letzter Abend“ eingestellt. Dort fehlte mal ein Mikro, hier war die Gitarre falsch. Doch das alles war den Fans egal.







Die gute Laune sprang auf alle über und ich denke, dieser Abend ist dem Status „letztes Konzert“ mehr als gerecht geworden.
Die gesamte Band amüsierte sich über ein Foto von Carl Carlton, welches zwischendurch an die Wand projiziert wurde. So sind auch die Bilder mit der schwarzen Brille entstanden. Nach "Tiefer" sagte Peter M. plötzlich: „Ich hab gerade Musik auf die Ohren gespielt bekommen, das klang wie „Schatten in die Haut tätowiert“.“ Das gesamte Publikum jubelte und sie spielten dieses Lied.








Der ganze Abend war eine einzige Party, die am besten nie enden sollte. Doch auch dieses Mal erklangen die Akkorde von „ewig“ als letztes Lied an diesem Abend. Ich bin jedesmal beeindruckt von dem Themerin.








Meine Mum und ich waren auf der Rückfahrt auch sprachlos. Jeder musste für sich diese Veranstaltung verarbeiten.

Auch jetzt, zwei Tage später, bin ich irgendwie immer noch nicht da. Wenn ich die Bilder sehe und den Live-Mitschnitt höre, sind die Erinnerungen einfach da. Jede einzelne Szene. Wenn ich nicht diesen Blog schreiben würde, würde ich vermutlich total freidrehen. Fragt mal meine Kollegin ;)




An dieser Stelle möchte ich noch mal ein ganz großes DANKE SCHÖN an maffina sagen. Sie hat mir die Karten verkauft. =)