„Das ist nicht ihr Ernst, oder? Ist das DEIN Ernst?“
Freitag, 11. September 2009
Redbull Airrace - Porto | Die Entdeckung
Redbull Airrace - Porto | Die Anreise Teil2
„Morgens um 5Uhr, Eier und Speck? Na klar“
… um halb vier war die Nacht für uns beide auch vorbei, denn um vier begann der alltägliche Trubel am Flughafen. Die anderen Reisenden wurden von den Ladentoren weggeschoben und auch wir mussten uns einen anderen Platz suchen. Müde, aber amüsiert beobachteten wir die Kellnerin beim Aufbau der Gaststätteneinrichtung. Um fünf konnten wir dann auch endlich unser Gepäck wegbringen und in Ruhe frühstücken. Schööööön, das hatte echt was. Okay, es war MEINE normale Zeit, aber Dani war anzusehen, dass sie die nächste Möglichkeit zum Schlafen herbeisehnt.
In der Boardingzone war es voll, verdammt sehr unglaublich VOLL. Irgendwie mussten sich die Entwickler bei den Raummaßen der Halle geirrt haben. Uns brachte es nicht von unserem Vorhaben ab, auch bei diesem Flug erfolgreich einen Fensterplatz zu ergattern. Jaaaa, wenn es die vielen Leute nicht taten, dann wurden wir spätestens am Boarding-Schalter schnell von unserem Plan abgebracht. Das Stichwort hieß „Priority Boarding“. Ein Hinweis an alle Kollegen: „Nein, nicht was ihr denkt, bitte nicht gleich heulend auf den Boden werfen.“ WIR gehörten nicht zu den privilegierten Passagieren, die das Flugzeug als erstes besteigen durften. Aber auch diesmal hielt uns das Gummiband nicht von unserem Ziel ab.
KLICK, KLICK. Super, wir saßen, angeschnallt und …. Nein, diesmal mit weniger Aufregung, aber viel mehr Müdigkeit. Wir verschliefen fast den Start und anschließend vertrieb sich ein jeder die Zeit mit Lesen und Schlafen abwechselnd. Nach einer gefühlten halben Stunde (2,5 h später) befanden wir uns auch diesmal im Landeanflug, aber diesmal auf Porto.
Die Aufregung war nun doch spürbar. Doch leider sahen wir weder den Ozean, noch den Douro. Grund war die Wolkendecke, die anscheinend über der Stadt lag. Aber HEY, so war das nicht ausgemacht. Geplant und klamottentechnisch von uns eingepackt waren 30 Grad und Sonnenschein. Viel schlimmer wurde die Landung, als wir langsam durch die Wolken flogen… und flogen…und flogen…und flogen.
Argh, was war das denn? DIE LANDEBAAAAAAAHN! Wir sind nicht durch die Wolken geflogen, sondern durch den dichten Nebel. Nein, das ist kein Scherz. Nebel in Porto. Dani, ich präsentiere dir das schönste Land in Europa, heute nicht von der allerbesten Seite. =(
Aber das Wetter konnte uns natürlich nicht davon abhalten, dennoch auszusteigen und uns das Dilemma genauer anzusehen. Keine Frage, der Nebel war echt, aber es war ja mit 08.50Uhr noch früh am Tage.
Donnerstag, 10. September 2009
Redbull Airrace - Porto | Die Anreise Teil1
Sonntag, 6. September 2009
Peter for president
Heute war es endlich soweit. Nachdem meine Mutter und ich erfahren hatten, dass Peter Maffay und Band am heutigen Tag in Salzgitter bei einer Wahlveranstaltung auftreten würden, haben wir nicht gezögert und uns Karten besorgt.
Gegen halb drei sind wir gemütlich losgefahren, denn eilig hatten wir es nicht. Zwei Stunden später hatten wir auch einen super Parkplatz bekommen und waren auf dem Weg zur Eissporthalle Salzgitter. Kaum drinnen angekommen trennten sich unsere Wege, weil ich mir den Weg nach vorn freikämpfen wollte. Also kämpfen ist übertrieben, schließlich standen alle Anwesenden recht entspannt in der Gegend rum. Auf Anhieb kam ich in die 5. Reihe, natürlich zur linken Seite der Bühne, wo sonst.
Nach ewig (ha, wie passend) langem Stehen tat sich auf der Bühne endlich was und die verantwortlichen Politiker kamen gemeinsam mit Peter Maffay auf die Bühne. Komisch, bei Peter feierte die Halle. Sie waren gnädig, anders kann man es nicht sagen. Die Unterhaltung handelte von den Kindern in Deutschland, die unter Armut leiden und dass man dies ändern muss. Natürlich muss man *kopfschüttel* ... die Frage ist wie. Aber gut, nach knapp 45 Minuten ging es los. Der eigentliche Grund, weshalb wir hierher gekommen sind und damit standen meine Mom und ich nicht allein da.
Die Jungs auf der Bühne legten los und machten Stimmung für die 4000 Zuschauer in der Halle. Es war wie immer super gewesen, doch etwas war anders. Es war nicht die typische Konzertatmosphäre, nein, das Publikum hier war anders - eben nicht alles nur Maffay-Fans.
Ich kann sagen, für den Preis war das Konzert mehr als überragend genial gewesen. Mir kam es so vor, als wäre das letzte Konzert schon eine Ewigkeit (da war es wieder) her, denn manchmal hatte ich Schwierigkeiten, die Lieder zu erkennen, weil alle super waren.
In der Aufregung habe ich gar nicht auf die Uhr geguckt, wann das Konzert zu Ende war, doch es war auch nicht so wichtig. Es war mehr als wir erwartet hatten. Da machte es auch nichts, dass der Stau bis zur Hauptstraße unendlich lang schien. Wir waren sogar noch vor Mitternacht zu Hause, was für mich bedeutet, dass ich morgen früh ohne Probleme um 4 aufstehen und arbeiten gehen kann.
Also bis zum nächsten Mal und gute Nacht.
Montag, 31. August 2009
Redbull Airrace - Porto | Die Vorbereitung
Die Zeit rückt immer näher. Das Redbull Airrace in Porto. In diesem Jahr wollte ich endlich mal live dabei sein. Die erste Idee war das Rennen in Budapest, doch nachdem mein Mann wenig Interesse daran zeigte, unseren Urlaub mit schnellen Fliegern zu verbringen, wurde das Airrace in Porto für mich immer interessanter. Schließlich ist es jetzt im September schon 3 Jahre her, seit ich das Land, in dem die Zeit anders geht, das letzte Mal besucht habe.
Durch Zufall habe ich mit meiner Kollegin Dani eine weitere Person gefunden, die von diesem Wochenende genauso begeistert war, wie ich. Ab da war es klar: Urlaub beantragen, Flug und Unterkunft buchen und das Wochenende in Portugal genießen.
Auf der Suche nach Billigflügen bin ich vor dem PC das ein oder andere Mal verzweifelt. Vor allem die geforderte Kreditkartenzahlung machte einiges zunichte und manche Flüge unnötig teuer. Am Ende hieß es vier Flüge (Berlin < > Frankfurt < > Porto) mit Ryan Air. Bei den Preisen störte der Gepäckzuschlag nicht wirklich.
Ein Schritt war getan, nun musste noch eine Unterkunft her. Doch diese ließ auf sich warten, bzw. wir ließen sie warten. Erst zwei oder drei Wochen vor dem besagten Wochenendtrip hatten wir das Residencial Rex endlich doch gebucht. Mittlerweile gab es nur noch Zimmer mit Doppelbetten, aber das war uns egal. Ich vergaß leider, was „Doppelbett“ in Portugal bedeutet (die Größe eines Futonbetts).
Nun hieß es noch, den Urlaub beantragen und genehmigt kriegen, aber das war zum Glück kein Problem, denn wir hatten unsere Pläne ja schon rechtzeitig stolz, laut und freudig verkündet.
Der Grundstein war gelegt, jetzt musste das super organisierte Wochenende nur noch kommen.
Sonntag, 12. Juli 2009
FURT - bitte was?
Am Samstag löste mein Mann sein Weihnachtsgeschenk ein und wie besuchten das Konzert des Ärzte-Sängers in der Wuhlheide. Ich bin kein Fan, aber ich hab die Karten bezahlt. Somit wollte ich selbstverständlich mitfahren.
Das Wetter versprach uns nicht allzu viel und auch die Hinreise gestaltete sich schwierig. Im Regio outeten sich einige Bahnreisende dank der T-Shirts schon als Anhänger und in der S-Bahn wurde es voll, richtig voll. Dennoch war die Anreise doch leichter als gedacht.
Eine Stunde nach Einlassbeginn kamen wir am Eingang an und entschieden uns für die kürzere Schlange am Nebentor. Blöd nur, dass die Organisation am Haupttor besser verlief. Nun ja, um 19.30Uhr oder kurz danach waren wir auch drin.
Nach dem wir uns beide erstmal mit Getränken versorgt hatten, die es nach dem Bezahlen lange zu Genießen galt, gingen wir runter in den Innenraum. Nicht unbedingt die Stelle, an der ich bei Farin Urlaub stehen musste, aber mein Mann hatte an diesem Tag freie Wahl. Wir blieben unten, bis die ersten anfingen zu pogen. Jaaa, mein Mann gehört doch normalerweise dazu, dachte ich. Allerdings machte er es sich zur Aufgabe, mich zu schützen. Kurze Zeit später gingen wir weiter nach hinten, ein Zustand, den es bei Peter Maffay nie geben würde. Die Leute, die sich an dir vorbeidrängeln, um weiter vorn zu sein, kommen nur Minuten später wieder zurück, um Luft zu bekommen. Bei Maffay ist das ja so, wenn man einmal vorn ist, bleibt man dort, egal, was kommt.
Aber die Fans feiern nun mal anders, das musste ich miterleben, was aber nicht schlimm war. Das Konzert an sich war als Nicht-Fan ganz unterhaltsam, ein netter Abend eben, aber dennoch anders, als wenn man wirklich ein Anhänger dieser Band wäre.
Zurück nach Hause sind wir übrigens auch ganz gut gekommen, da der Regio am Ostbahnhof noch auf unsere S-Bahn aus der Wuhlheide gewartet hatte. Glück für uns, sonst hätten wir eine Stunde warten müssen und dafür reichte die Kraft bei bestem Willen nicht mehr.
Im Hintergrund hörten wir übrigens noch das Feuerwerk der Pyromusikale. NEIN, nicht die PYRONALE! Es handelte sich an diesem Wochenende nur um die Pyromusikale, wie einige Berliner auch nicht wussten. Bei der Pyromusikale werden die Feuerwerke allein zu klassischer Musik abgefeuert, während man bei der echten Pyronale (anfang September) zu verschiedenen Musikrichtungen das Feuerwerk betrachten kann.
Montag, 29. Juni 2009
EADS Astrium - Sport- und Kulturfest in London
EADS - Astrium, ach du Gott, was ist das? Dabei handelt es sich um eine "Abteilung" von EADS (das sind die mit dem Airbus). Was ich damit zu tun habe? Genau genommen nichts. Aber die Firma für die ich arbeite ist in diesem Astrium-Netzwerk mit drin und somit auch irgendwie dabei.
Alle zwei Jahre veranstaltet EADS - Astrium (mit Sitzen in Frankreich, England, Spanien und Deutschland) ein sogenanntes Sport- und Kulturfest. Eine bestimmte Anzahl an Mitarbeitern hat dann die Möglichkeit, sich jeweils für ein Sport oder Kulturevent einzutragen. Meine Kollegen und ich haben uns für eine Radtour entschieden. Ach, sagte ich bereits, dass es dieses Jahr in der Nähe von London stattfand? Jaaa, zum dritten Mal wurde dieses Ding veranstaltet (Frankreich, Deutschland, England, ... Spanien?)...
Sooo, blöd nur, dass wir 5 aus Potsdam in unterschiedliche Aktivitäten (und zwar jeweils in der zweiten Wahl) eingetragen wurden. Also hieß es nicht gemeinsam mit dem Fahrrad durch London, sondern Bogenschießen, Bustour oder Geschichte.
Der Punkt mit der Geschichte war mein Part, weil ich mich für eine Führung durch das "Hatfield House" eingeschrieben hatte. Ich hab mich auch sehr darüber gefreut, denn bei dem Haus handelte es sich um einen Wohnsitz von Heinrich VIII. und seinen Kindern (u.a. Elisabeth I.).
Ich muss dazu sagen, insgesamt waren wir 1200 Menschen, die am Samstag alle irgendeine Tour machen wollten. Also wurde in Staffeln gefrühstückt und auch abgefahren. Zum Glück musste ich erst um 09.45Uhr los, denn das Hatfield House war nicht so weit entfernt von der Hatfield University, in der wir untergebracht waren.
Interessant war die Führung schon, allerdings mussten wir uns 4 Stunden Zeit allein vertreiben, als wir Freizeit hatten und der Bus noch nicht da war. Eine kleine Gruppe entschied sich dann doch, schon früher zurück zur Uni zu laufen. Wie oben geschrieben, so weit war es ja nicht. Nach einer halben Stunde Marsch hatten wir sogar noch Zeit, uns in dem Einkaufszentrum umzusehen, aber ich wollte nur noch duschen.
Am Abend ging es wie am Freitag auch für alle Beteiligten in das große Partyzelt. Wenn ich sage groß, dann meine ich groß. Es war ein Zirkuszelt mit eigener kleinen Bühne und unendlich vielen Reihen von Bierbänken aufgebaut. An beiden Abenden waren zwei verschiedene Bands für die Musik zuständig, wobei die Freitags-Band eindeutig besser war.
Am Sonntag ging es für uns "Berliner" wieder zurück nach Deutschland. Nach einer Falkenflugshow und noch 3 Stunden auf die Abfahrt warten, kamen wir um 18.30Uhr (Ortszeit) in Deutschland an. Alle kamen sicher und gesund vom Flughafen weg und somit konnten wir uns heute morgen ab 06.30Uhr alle wieder auf Arbeit in die Arme fallen. (naja, nach so wenig Schlaf eher weniger)...
Die Bilder meiner Erfahrungen und Eindrücke werden bald folgen
Sonntag, 14. Juni 2009
Ewig - Berlin, Dresden, Magdeburg, Berlin, Leipzig
Auch für dieses Konzert hatten meine Mutter und ich ein wenig länger geplant, als für die Hallenkonzerte. Somit hatten wir "schon" Anfang Mai die Karten und freuten uns wahnsinnig.
Meine Mutter entschied sich dazu, in Leipzig für eine Nacht ein Hotel zu buchen, damit wir nachts nicht 2 Stunden nach Hause fahren müssen.
Glücklicherweise waren wir diesmal allein unterwegs, d.h. keine Verantwortung gegenüber Dritten, wir konnten lassen und tun, was wir wollten. Somit düsten wir schon nachmittags um halb drei los von Brandenburg nach Leipzig.
Das Wetter machte auch an diesem Tag wieder einmal mit. Strahlendblauer Himmel und angenehme Temperaturen. WAHNSINN!!! Das Hotel, dass wir bezogen, war in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals (der späteren Konzertlocation). Um 16.45Uhr angekommen, wollten wir uns noch ein wenig hinlegen und ausruhen, aber irgendwie wurde daraus nichts. Plötzlich hörte ich Musik und machte Scherze darüber, dass das Peter sei. Als wir dann das Fenster aufmachten, mussten wir feststellen, dass es tatsächlich Peter war, der gerade "Eiszeit" spielte. Wir erlebten somit den Soundcheck gemütlich in unserem Hotelzimmer.
Durch diese Sache hochmotiviert, machten wir uns um 18.15Uhr auf den Weg zum Konzert. Wenig Menschen waren unterwegs dorthin, dachten wir. Der Einlass war schon in vollem Gange und als wir drin waren, musste ich feststellen, dass die erste Reihe heute wohl nicht mehr drin war. =(
Wie bei jedem Konzert trennte ich mich auch diesmal von meiner Mutter, die sich erst noch ein wenig umguckte. Ich versuchte, so gut es ging, an den linken Bühnenrand zu gelangen. Am Ende standen zwar zwei große Männer vor mir, dennoch hatte ich perfekte Sicht auf die Bühne. Ich war heilfroh, doch noch gut rangekommen zu sein. Und nun hieß es "STEHEN".
Dass dieses Konzert um acht anfangen sollte, war natürlich auch irgendwie gelogen (zu meiner Freude). Peter Maffay begrüßte seine Fans schon eine Viertelstunde vorher. Auch hier heizte er der Masse mit "Sonne in der Nacht" zum Anfang mächtig ein. Aber Einheizen war bei dem Publikum gar nicht nötig. Die Stimmung war atemberaubend, alle verstanden sich super und die Band gab an ihrem letzten Konzertwochenende noch einmal alles.
Ken Taylor hatte mich zwischenzeitlich sogar wiedererkannt und freute sich, aber da war er natürlich nicht der Einzige. Was soll ich noch weiter sagen? Peter Maffay hatte anfangs zwar ein bisschen Probleme die Texte zu den jeweiligen Liedern zu finden, aber mit der Zeit war auch er in dieser Show gefangen. Er holte wieder einige Leute aus dem Publikum auf die Bühne, bei denen eine ihn gar nicht mehr loslassen wollte. Die Band witzelte schon im Hintergrund, aber irgendwann stand die Gruppe wieder "allein" auf der Bühne.
Relativ zeitig hatte Peter dann das Konzert beendet, aber nicht ohne die bekannten Zugaben zu bringen, die an diesem Tag einfach nicht fehlen durften. Auch Frank Diez hat mich heute in seinem Eiszeitsolo überzeugt. Auch Pascals "Dead bird on the beach" war einfach umwerfend. Maffina, der Anruf war das Mindeste, was ich tun konnte. Schön, dass es dir gefallen hat. Er hat sich aber auch besondere Mühe gegeben ;)
Schon nach 2,25h war die Stimmung allerdings wie ausgewechselt. Im Gegensatz zu Berlin endete das Konzert natürlich viel zu früh und somit waren wir gegen 22.45Uhr schon wieder im Hotelzimmer. Ja, wir schaffen es immer wieder, uns wieder zu finden =D.
Am nächsten Tag wurden wir schon nach 6 Stunden Schlaf durch die Vorbereitung des Frühstücks geweckt, aber das war nicht weiter schlimm. Um viertel acht waren wir frühstücken, wobei ich das Pech hatte, ein halb rohes Ei zu erwischen. Nein, halbroh ist untertrieben. Leicht angewärmt würde es besser treffen.
Es ist schon interessant, wenn man an einem Sonntagmorgen um 7:45Uhr durch Leipzig fährt. Allein die Öffentlichen kamen uns auf der Straße entgegen. Nach zwei Stunden kamen wir schon zu Hause an und konnten somit noch den gesamten Sonntag nutzen. Zum Beispiel für wichtige Fußballspiele des eigenen Mannes.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Ewig - Berlin, Dresden, Magdeburg, Berlin
Es war geplant, dass wir den Geburtstag von meiner Mum gemeinsam mit einem Bekannten und seiner Tochter in der Wuhlheide feiern würden. Dennoch hab ich vorsichtshalber den ganzen Tag frei genommen. Ich wollte so früh, wie möglich in Berlin sein, doch daraus wurde nichts. Gegen 14Uhr bin ich zu meiner Mutter gefahren, um sie abzuholen und das Wetter war böse - ganz böse. Es schüttete zu der Zeit, wie aus Eimern. Aber ich dachte mir: "Wenn es sich jetzt ausregnet, ist heut abend nichts mehr übrig, gut so!"
Gegen 16.45Uhr wurden wir dann von unserem Bekannten eingesackt und ab dem Moment guckte ich pausenlos auf die Uhr. Konzertbeginn sollte laut Ticket 19.30Uhr sein, doch im Internet hatte ich erfahren, dass es auf 19.45Uhr verschoben wurde. Genau um 18.15Uhr kamen wir an der Wuhlheide an, einmal kurz in die falsche Richtung gefahren und wir hatten in der Seitenstraße einen guten Parkplatz vor dem Eingang.
Diesmal waren es "unsere Eltern", die ein Affentempo Richtung Einlass vorlegten, doch als wir kurz nach halb sieben ankamen, gingen die ersten schon durch das Tor. Ich sah die Schlange und dachte mir: "Na das wird ein Spaß" Also doch zu spät. Doch unser Bekannter ging an den Seiteneingang, bei dem sich die Leute immer noch Karten kauften. Wir huschten nach einer kurzen Kontrolle (und der Abnahme meines Deos) auf das Gelände. Nun hieß es, keine Toilette, kein Essen, kein Deo. Ich wollte sofort runter auf die Wiese. Meine Begleiter fragten 5 Mal, ob ich was essen wollte, aber NEIN, ICH WOLLTE NICHT! Ich suchte mir meinen Weg nach unten und die Wiese war zum Glück noch frei. So frei, dass ich sofort in der 5. Reihe stand, an dem Ort, wo ich stehen wollte - links an der Bühne. Nun hieß es durchhalten. Trinken war tabu und Hunger hatte ich zum Glück sowieso nicht.
Die Stunde ging schnell vorbei, denn in der direkten Umgebung gab es das ein oder andere Pärchen, was recht nett war. Man war auf einer Wellenlänge, zumindest was die Pläne zur Platzbeschaffung angeht. Das Konzert begann widererwartend mit "Sonne in der Nacht" und es war das Beste, was Peter Maffay machen konnte. Die Stimmung war gigantisch und auch das Wetter spielte an diesem Abend mit. Auch wenn Peter Keller anfangs den Eindruck machte, als wäre er irgendwie krank oder aber nicht so gut drauf, hatte auch das sich mit der Zeit gelegt. Ich hatte vorne sehr viel Spaß, auch wenn einige Konzertbesucher recht nervig waren. Ich bin dafür, dass es Alkohol auch nur BIS zu einem bestimmten Alter geben sollte. Die Pärchen hinter mir haben vermutlich wenig vom Konzert mitbekommen.
Als Peter seine Band vorstellte wurde noch ein Geburtstagsständchen für John Smith gesungen, der auch heute seinen Ehrentag feierte.
Nun ja, aber meine ersten 120 Bilder habe ich gemacht und nach 3 Stunden (!) machten wir uns auf den Weg zurück nach Hause. Um 0.40Uhr war ich dann auch endlich im Bett. (Um 4.45Uhr klingelt der Wecker, der zur Arbeit ruft, aber was macht man nicht alles, nach so einem tollen Abend) ;)
Sonntag, 19. April 2009
Auswärts ließ man Punkte - Unentschieden in der Berliner Straße
1:1 (0:0)
TSV Treuenbrietzen II : SV Empor Brandenburg
Am 22. Spieltag musste die Elf von Empor Brandenburg zur Zweiten des TSV Treuenbrietzen. Nach dem Unentschieden gegen Borussia Brandenburg II wollte das Team sich und den mitgereisten Fans beweisen, dass es auch anders geht. Dass dieses Vorhaben nicht einfach werden würde, zeigte die Begegnung der Hinrunde.
Das Spiel vom SV Empor war in den ersten Minuten verhalten, dennoch waren die Gäste die dominierende Mannschaft. Schöne Spielzüge und die Kommunikation von außen verhalfen Empor zu den ersten Chancen. Diese blieben leider ungenutzt. Auch Treuenbrietzen startete einen Angriff, bei dem der Schiedsrichter Detlef Stendel Abseits anzeigte, obwohl der heimische Linienrichter doch gar nicht die Fahne hob. Das Zweikampfverhalten der Gastgeber wurde durch einen Treuenbrietzen-Anhänger gut in Worte gefasst: Benutzt alles, was ihr habt. Gelbe Karten wurden aber nur für Ball wegschlagen verteilt. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.
Das Trainergespann Friedling / Schöck brauchte in der Kabine nicht soviel sagen, denn das Spiel auf dem Platz funktionierte. Das bewies auch Dennis Taborsky kurz nach Wiederanpfiff. Einige waren mit den Gedanken noch in der Kabine, da startete Empor den ersten Angriff und D. Taborsky traf in die rechte Ecke. Der Jubel war groß.
Die Lautstärke hielt weiterhin an, denn ab dem Zeitpunkt war irgendetwas anders auf dem Platz. Die Zusammenarbeit zwischen Linienrichter und Referee gestaltete sich schwierig, so dass öfter mal beide Mannschaften ratlos rumstanden. Das Motto war: Wer zuerst den Ball hat.... So kam es auch mal vor, dass ein Ball knapp ins Aus ging, aber dann als Vorteil weiter gespielt wurde.
Der Empor-Keeper Sven Bischoff machte seine Arbeit heute gut. Er hielt alles fest, was auf seinen Kasten kam. Diese Szene wiederholte sich desöfteren. In einer Situation kam der Ball auf den Keeper zu, Bischoff hielt ihn fest, wurde dann aber vom Gegenspieler unglücklich am Fuß getroffen. Schiedsricher Stendel pfiff diese Szene zwar nicht ab, erkundigte sich jedoch, ob alles in Ordnung sei. In diesem Moment nahm Tim Mahlow im 16er den Ball in die Hand. Nach allen Regeln wäre das ein Elfmeter für die Gastgeber, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb still.
Die Stimmen am Spielfeldrand wurden lauter und die Erste des TSV, die sich hinter dem Empor-Tor warm machte, verbesserte diese Stimmung nicht wirklich.
In der 37. Minute geschah es dann. Ein Schoss auf das Tor von Sven Bischoff, der hält den Ball fest. Dann ein Foul im 5m Raum. Der Keeper stürzt rückwärts ins Tor, lässt den Ball aber vorher fallen. Der Treuenbrietzener Spieler Weigmann versenkt diesen im Netz der Gäste und ...... der Treffer zählt!
Ärger und Frust machten sich auf der Linie breit, auf dem Feld wuchs der Ehrgeiz unserer Empor-Elf, doch noch den Siegtreffer zu erzielen. In der letzten Viertelstunde kam von außen wieder die Unterstützung der Fans. Es konnten einige Chancen erspielt werden, doch sie blieben allesamt ungenutzt. Die letzte Aktion auf dem Platz gab allen den Rest. Alle befinden sich im Treuenbrietzener Strafraum, der Ball kommt von außen herein und ein Spieler der Heimmannschaft lenkt den Ball mit der Hand auf den Boden und spielt weiter. Klarer Elfmeter für die Gäste, doch Fehlanzeige. Der Schiedsrichter war mit den Gedanken, Augen und Pfeife schon am Mittelpunkt, guckte schon gar nicht mehr auf das Spielgeschehen und pfiff diese Partie ab.
Fazit: Das Zusammenspiel und vor allem der schöne Fußball zeigten auch in dieser Woche, dass Empor eine starke Mannschaft ist. Hätte man anfangs alle Chancen nutzen können, wäre die Leistung des Schiedsrichters nicht spielentscheidend gewesen. Zwei Elfmeter nicht gegeben und an der Linie öfter mal den Überblick verloren. So, wie Empor zur Zeit spielt, ist noch alles möglich, lasst euch nicht entmutigen. Das alles gehört leider mit dazu! Kämpft weiter und erfolgreich!
Hier gibts die Bilder