Sonntagmorgen hatte ich schlagartig schlechte Laune, nachdem meine Mum angerufen hatte. Grund war die frühe Zeit für die Abfahrt nach Berlin zum Konzert. Okay, es war erst 17Uhr, aber Sonntag ist Fußballtag und an diesem Tag war das Spiel meines Mannes erst um 16.45Uhr zu Ende. Mit gewissem Nervenkitzel fuhr ich schon in der Halbzeitpause nach Hause, um kurz nach 17Uhr auf dem Weg zu Peter Maffay zu sein.
Tempodrom, allgemein bekannt, eher eine gemütlich kleine Location. Sitzplätze heißen ja nie, dass es Sitzplätze bleiben. Mit einigen anderen Fans bin ich samt Digicam nach den ersten Akkorden nach vorn gerannt und stand am Ende links vor der Box in der dritten (oder war es zweieinhalb) Reihe. Ideal, um tolle Bilder zu mache, ohne irgendwelche Köpfe und Feuerzeuge (grrrrr) von anderen Zuschauern.
Was soll ich noch sagen, zuerst hatte ich nicht wirklich Lust, aber ich habe nach 2,75 h gemerkt, dass ich genau das mal wieder gebraucht habe. Laute Musik, nette, gutaussehende, musikalische Typen auf der Bühne und dieses Gefühl, einfach ganz woanders zu sein. Wenigstens für ein paar Stunden.
Um nochmal kurz auf die Typen zurück zu kommen. Jahrelang, also sagen wir dieses Jahr sind es 13. Also: Jahreeelang war einzig und allein der Keyboarder Pascal Kravetz eine Augenweide und immer wieder ein Grund für mich, zu Maffay-Konzerten zu fahren. Aber wie so vieles, ändert sich auch das einmal. Der Mann wurde mit der Zeit einfach immer "uninteressanter". Keine Frage, immer noch ein beeindruckender Musiker, aber nun ja. Ich bin ja keine 15 mehr.
Zum Glück gab's ja nen Ersatz, den man an diesem Abend fotografieren konnte. Nehmen wir doch den Mann, der direkt vor mir stand. Peter Keller!
Verwirrt und noch völlig beeindruckt von diesem Konzert war klar, der 09.06.09 (Open-Air in der Wuhlheide) kann nicht schnell genug kommen. Und da kam uns eine Idee, warum nicht einfach noch nach anderen Konzertterminen in der Zwischenzeit gucken? Magdeburg wurde ja verschoben und tatsächlich, es gab noch Karten. Nein, sorry.... nochmal: ....und tatsächlich, es gab noch eine (!) Karte. Eine? Das war zu wenig, wir brauchen ZWEI. Nach zwei Tagen Aufregung auf Arbeit, mit den Gedanken woanders und dem Schlafmangel noch in den Knochen, gingen meine Mutter und ich sämtliche Termine durch. Was ist möglich, worauf lassen wir uns ein? Und dann endlich, DRESDEN WIR KOMMEN!!!!
Eins wissen wir jetzt auf jeden Fall. Nächstes Mal sind wir schlauer und kaufen gleich Tickets für mehrere Orte. Das Konzert könnte ja (wie alle vergangenen auch) super werden.
Also dann.. auf in die zweite Runde... der Countdown läuft.
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